Archive for November, 2008

Sophie Klußmann - Sopran

Sonntag, November 2nd, 2008

Sophie Klußmann wurde 1976 in Freiburg im Breisgau geboren und studierte bei Mechthild Böhme und Thomas Quasthoff an der Hochschule für Musik in Detmold. Nach ihrem Solo-Diplom im Juli 2003 nahm sie ein Aufbaustudium im Fach Konzertgesang an der Hochschule für Köln auf, dass sie bei Klesie Kelly Moog absolvierte. Meisterkurse führten sie mit Christoph Prégardien, Helmut Rilling und Christian Rieger von Musica Antiqua Köln zusammen, sie wurde 2006 als Sonderpreisträgerin des Mozartfestwettbewerbs in Würzburg ausgezeichnet und war Stipendiatin der Richard Wagner Stiftung Bielefeld.

Besonders im Konzertfach hat sich die junge Sopranistin in den letzten Jahren hervorgetan. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Marek Janowski, Michael Gielen, Ari Rasileinen und Simon Halsey zusammen und sang dabei Konzerte mit den Berliner Rundfunkorchestern in der Philharmonie und im Konzerthaus Berlin, sowie der Tonhalle Zürich, der Cité de la musique Paris und dem Palau de la musica Valencia.
Im Bereich der alten Musik arbeitet sie regelmäßig mit der Akademie der alten Musik Berlin zusammen, mit denen sie in Poissy / Paris 2005 ihr erstes Konzert gab. Weitere Engagements führen sie mit dem Barockorchester in diesem Jahr nach Brüssel, Berlin, Utrecht und Enschede unter der Leitung von Marcus Creed und Enrico Onofri.

2007 war Sophie Klußmann in der Hauptpartie der Maria Magdalena in „The veil of the temple“ von John Tavener im Hamburger Bahnhof Berlin zu hören. Im selben Jahr sang sie die Partie der Glauke in der Uraufführung der Oper „Medea.Stimmen“ von Frank Schwemmer im Radialsystem Berlin.

Konzert 11. Dezember

Sonntag, November 2nd, 2008

UNVOLLENDET - VOLLENDET
Im August 1782 beschreibt Mozart sein privates Glück als frischgebackener Ehemann: „mit einem Worte wir sind für einander geschaffen …“ und er habe „in seinem Herzen versprochen, wenn er sie (Constanze) als seine Frau nach Salzburg brächte, dort eine neukomponierte Messe zur Aufführung zu bringen.“ Dieses Versprechen hat Mozart mit der Komposition der c-moll-Messe KV 427 gehalten, aber leider nur teilweise.
Denn diese groß angelegte Messe - ein Kunstwerk von unglaublicher Schönheit und Ausdruckskraft - blieb unvollendet. Es gibt Ergänzungs- und Rekonstruktions-versuche, denen Heribert Breuer bewusst nicht folgt. Er lässt stattdessen Mozart selbst sprechen: 1785 “rettete“ dieser Kyrie und Gloria mit neuem Text in das Auftragswerk Davvide penitente hinüber und komponierte zwei Arien für Sopran und Tenor neu: (Tra l’oscure ombre funeste und A te, fra tanti affanni). Diese stehen im Mittelpunkt des ersten Konzertteils.

Mozart hat gerade in diesen Jahren Bachs Musik studiert und bewundert. Die Fugen am Ende des „Gloria“ und des „Sanctus“ zeigen, in welch hohem Maße er den kontrapunktischen Stil mit eigenem Geist erfüllt hat. Darauf bezieht sich Heribert Breuer und eröffnet den Konzertabend mit der Uraufführung seiner Orchesterversion von Bachs Passacaglia, die in der gleichen Tonart steht wie Messe. Mozarts c-moll- Messe ist seine ehrgeizigste Komposition in dieser Gattung, sie erscheint uns - obwohl unvollendet - vollendet.
In diesem Konzert wird die Berliner Bach Akademie erstmals vom Konzerthausorchester Berlin begleitet. Die Solisten sind Sophie Klußmann, Anna Korondi, Stefan Rügamer und Jonathan de la Paz Zaens. Aus Lerida haben wir den Cor de Cambra zu Gast. Dirgent ist Heribert Breuer.

Für Karten klicken Sie bitte hier.

Das Programm am 11. Dezember:

J. S. Bach
Passacaglia c-moll BWV 582
(UA der Orchesterversion von Heribert Breuer)

W. A. Mozart
2 Arien aus “Davide penitente” KV 469:
“A te, fra tanti affanni”
“Tra l’oscure ombre funeste

W. A. Mozart
Fantasie f-moll KV 594 (UA der Orchesterversion von Heribert Breuer)

W. A. Mozart
Grosse Messe c-moll KV 427